Nicht nur der reiche Onkel eines berühmten Dichters: Salomon Heine als Hamburgs Retter und Mäzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2013
Wahrscheinlich ist Salomon Heine hauptsächlich wegen seines berühmten Neffen Heinrich noch nicht gänzlich vergessen worden, vermutet Ulla Fölsing, die der Aufsatzsammlung "Salomon Heine in Hamburg" dennoch etwas abgewinnen kann. Zwar ist der Mythos, dass Salomon Heine mit nur sechzehn Groschen in der Tasche nach Hamburg kam, bevor er als Bankier ein reicher Mann wurde, größtenteils fabriziert - er hatte reichlich wohlhabende Verwandte in der Stadt -, seine Bemühungen als Mäzen und Wohltäter sind es aber nicht, erfährt die Rezensentin. Interessant findet Fölsing Heine auch als Beispiel eines reichen, jüdischen Geschäftsmannes in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Das "Doppel 'jüdisch und reich'" ging oft mit sozialen Verpflichtungen, Problemen und Assimilationsbemühungen einher.
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