Axel Hacke

Fußballgefühle

Cover: Fußballgefühle
Antje Kunstmann Verlag, München 2014
ISBN 9783888979330
Gebunden, 175 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Als ich elf Jahre alt war, spielten wir Fußball mit allem, was sich treten ließ. An der Bushaltestelle kickten wir mit Quitten aus den Sträuchern neben dem Wartehäuschen. Auf dem Pausenhof kickten wir mit flachgedrückten Kakaotüten. Auf dem Heimweg von der Schule kickten wir mit zusammengedrücktem Butterbrotpapier. Am Nachmittag im Park kickten wir sogar mit einem Ball. Zum Kicken war uns alles recht." So fing es an für Axel Hacke, der nicht nur Fußballfreund ist, sondern auch viele Jahre Sportreporter war. In diesem Buch spürt er den Gefühlen nach, die in unserem fußballbegeisterten Land fast jeder kennt: der Liebe zum Spiel, der Treue zum Verein, der Wut auf den Gegner, der Sehnsucht nach dem Tor, dem Fußball als Obsession.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.06.2014

Hymnisch bespricht Rezensent Christian Thomas das pünktlich zur WM erscheinende Buch "Fußballgefühle" seines SZ-Kollegen Axel Hacke. Der Kritiker kann gar nicht aufhören zu schwärmen, etwa wenn er liest, wie der ehemalige Sportreporter von seinen Kindheitserinnerungen an Wohnungsflurfußball berichtet, den Leser mit auf seine eindrücklichsten und privaten Erlebnisse als Fußballreporter mitnimmt und in jeder Zeile seine Liebe zum Sport ausdrückt. Thomas schwelgt mit dem Autor in Erinnerungen an unvergessliche Momente wie den Finalsieg der Bayern 2013 in Wembley, bewundert sein Talent, sein Thema leidenschaftlich und doch "souverän" auszubreiten und schaut auch über den Tellerrand hinaus: Religiöse oder gar erotische Dimensionen des Sports werden hier ebenso erörtert wie ökonomische Hintergründe oder Gewaltexzesse wie sie Hacke in seiner Zeit als Reporter etwa bei der WM 1998 in Frankreich begegneten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2014

Dirk Schümer ist begeistert von diesem Fußballbuch von Axel Hacke. Für Schümer entwickelt sich die Lektüre zur Offenbarung über kickende Männer in kurzen Hosen, die Zeitlupe, Jürgen Klinsmanns Ehrgeiz oder auch das Atavistische an diesem Sport. Das Gute ist für Schümer dabei, dass der Autor auf einen riesigen Erfahrungsschatz als Fußballkonsument, auf gründliche Recherchen und Kenntnisse der Diskurse aus den einschlägigen Magazinen oder der Soziologie zurückgreifen kann. Dergestalt weise bietet ihm der Autor Kabinettstückchen psychologischer Beschreibungskunst, Anekdoten, historische Kuriositäten und sogar ein Daumenkino. Zu bemängeln findet der Rezensent eigentlich nur zweierlei: Um den Frauenfußball macht der Autor einen Bogen, und er ist Bayern-Fan.
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