Herausgegeben von Werner Welzig, unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth, Susanne Pertlik und Reinhard Urbach. Der Abschlußband der Edition enthält das letzte Lebensjahr bis zum Eintrag vom 19.10.1931, zwei Tage vor dem Tod. Die letzte Burgtheateraufführung ("Der Gang zum Weiher"), die letzte Buch-Publikation im S. Fischer Verlag ("Flucht in die Finsternis"). Die Faszination durch den Tonfilm und das Radio. Integrierte Gesamtverzeichnisse erschließen alle zehn Bände des mehr als 50 Jahre umfassenden Tagebuchs. Ein Anhang präsentiert das Fragment eines Jugendtagebuchs aus dem Nachlaß. Diese Aufzeichnungen enthalten Schnitzlers erstes Gedicht, und sie schließen mit ihrem letzten Satz den Kreis zum ersten Satz des edierten Textes
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2000
Dieser letzte Band von Arthur Schnitzlers Tagebüchern zeigt vor allem ein zunehmend umwölktes Dichtergemüt, konstatiert Rezensent Hansres Jacobi. Mehr als zuvor schon hätten den Autor seine "verworrenen erotischen Beziehungen" in den letzten Lebensjahren depressiv gestimmt, die Aufzeichnungen gelten den Beziehungen zu Clara Pollacek (die ihn zur Verzweiflung bringt) und zu seiner französischen Übersetzerin Suzanne Clauser (die ihn ein letztes Mal beflügelt). Ansonsten: melancholische Relektüren seiner eigenen Tagebücher und ständige Klagen über das schlechte Befinden. Die in diesem Abschlussband der Edition enthaltenen "Gesamtverzeichnisse 1879 bis 1931" hält Jacobi für unentbehrlich.
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