Einige der international bekanntesten Biographen und Interpreten Schnitzlers liefern Bilanz und Ausblick, fassen den Forschungsstand zusammen und geben neue, kulturwissenschaftlich orientierte Perspektiven. Sie zeigen Schnitzlers Werk als Paradigma der Moderne und ihn selbst als einen der wichtigsten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie vermitteln, wovon sie selbst fasziniert sind: die unverminderte Brisanz seiner Texte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Der Lobes voll ist Paul Jandl in seiner kurzen Notiz über diesen Band zu einer zum 140. Geburtstag des Autors abgehaltenen Tagung. Neues und Interessantes erfahre man zu den "Doppelgängern" Schnitzler und Freud, zu den Themen "Scham" und "Liebesbrief-Logistik", aber vor allem weit über den vergleichsweise engen biografischen Horizont hinaus. In den verschiedenen Beiträgen ergibt sich, so Jandl, ein "Jahrundertwende-Panorama", in dessen Rahmen dann auch der klischeegesättigte "Schnitzlerismus" (Franz Schuh) etwas über diese Zeit mitzuteilen hat.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…