Einige der international bekanntesten Biographen und Interpreten Schnitzlers liefern Bilanz und Ausblick, fassen den Forschungsstand zusammen und geben neue, kulturwissenschaftlich orientierte Perspektiven. Sie zeigen Schnitzlers Werk als Paradigma der Moderne und ihn selbst als einen der wichtigsten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie vermitteln, wovon sie selbst fasziniert sind: die unverminderte Brisanz seiner Texte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Der Lobes voll ist Paul Jandl in seiner kurzen Notiz über diesen Band zu einer zum 140. Geburtstag des Autors abgehaltenen Tagung. Neues und Interessantes erfahre man zu den "Doppelgängern" Schnitzler und Freud, zu den Themen "Scham" und "Liebesbrief-Logistik", aber vor allem weit über den vergleichsweise engen biografischen Horizont hinaus. In den verschiedenen Beiträgen ergibt sich, so Jandl, ein "Jahrundertwende-Panorama", in dessen Rahmen dann auch der klischeegesättigte "Schnitzlerismus" (Franz Schuh) etwas über diese Zeit mitzuteilen hat.
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