Arnold Esch

Rom

Vom Mittelalter zur Renaissance
Cover: Rom
C. H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406698842
Gebunden, 410 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Arnold Esch konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen der großen Kirchenspaltung 1378, die noch ganz Mittelalter, und dem Pontifikat Sixtus' IV. 1484, das schon ganz Renaissance ist. Hundert Jahre scheinen nicht viel im Leben einer Ewigen Stadt. Aber es ist die entscheidende Zeit eines tiefgreifenden Umbruchs: Der Papst wird endlich Herr über die stets aufsässige Stadt, Gesellschaft und Wirtschaft orientieren sich am Hof, die Humanisten führen nun auch in Rom einen geistigen Wandel herbei und lehren die Antike neu sehen. Das religiöse Leben erhält eine besondere Färbung durch die in den Heiligen Jahren nach Rom strömenden Pilger und die zunehmende weibliche Laienfrömmigkeit. Durch die rege Bautätigkeit und die großen Kunstaufträge der Päpste und Kardinäle entwickelt Rom im äußeren Erscheinungsbild neue Anziehungskraft. fort.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2016

Rezensent Stephan Speicher ist ohnehin ein großer Bewunderer der Bücher Arnold Eschs über die italienische Renaissance. Und so freut sich der Kritiker, dass mit "Rom" nun ein neues Werk des Historikers vorliegt, das den Leser so eindrucksvoll und mit so viel Liebe zum Detail durch die zeitgenössische Gedanken- und Empfindungswelt führt, dass Speicher glaubt, selbst dabei gewesen zu sein. Darüber hinaus verdankt er dem Buch aber auch zahlreiche neue Erkenntnisse über Rom im letzten Jahrhundert vor der Reformation. So liest der Rezensent etwa, wie verwüstet Rom während des großen Schismas gewesen ist und wie sich das Papsttum neu aufbaute. Ganz großartig, lobt Speicher, nicht zuletzt wegen der geschickten Verknüpfung von großer Geschichte und kleinen Lebenswelten.