Armen Avanessian

# Akzeleration

Merve Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783883963501
Kartoniert, 94 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Mit Beiträgen von Armen Avanessian, Franco »Bifo« Berardi, Nick Land, Patricia McCormack, Benjamin Noys, Matteo Pasquinelli, Nick Srnicek, Alex William. Aus dem Englischen von Thomas Atzert, Serhat Karakayali, Bernd Klöckener, Danilo Scholz, Samir Sellami, Ulrike Stamm, Jan Georg Tabor und Frederik Tidén.
Die heutige Form des Kapitalismus ist ein Objekt, das unaufhörlich in immer höheren Abstraktionsgraden ausufert. Wie können die hyperdynamischen Bewegungen, die sich auf den Finanzmärkten und im Technologiesektor abzeichnen, erfasst werden? Und noch wichtiger: Wer produziert und kontrolliert diese Bewegungen, Schübe und Ströme? Wie könnte ein alternatives politisches Subjekt aussehen, das ein solch komplexes Wissen schlichtweg nicht mehr mitbringen kann? Obwohl der Kognitive Kapitalismus die Lebenswirklichkeit bereits weithin eingenommen hat, kann und muss der Versuch unternommen werden, den Bewegungen in Form einer epistemischen Akzeleration nicht nur nach-, sondern zuvorzukommen. Dieser Band versammelt ein Spektrum an verschiedenen Beiträgen, die allesamt im Zuge eines akzelerationistischen Denkens mögliche Antworten und Strategeme zu erarbeiten suchen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2014

Rezensent Helmut Mayer nimmt dieses Manifest eines linken Autorenkollektivs nicht wirklich ernst. Nicht um Argumente geht es seines Erachtens darin, sondern: "um Stimmung". Er hebt hervor, wie sich die Autoren von Feld-, Wald- und Wiesen-Linken, die Occupy-mäßig-protestierend unterwegs sind, abzuheben versuchen, um eine linke Position mit einem höheren Grad an Coolness zu gewinnen. Die Autoren kritisieren nach Mayer weniger die Beschleunigung durch den Kapitalismus, als den Umstand, dass der Kapitalismus die wahre technologische Beschleunigung aus Gründen der Gewinnmaximierung vermeidet. Das Ganze wirkt auf den Rezensenten wie der snobistisch links-elitäre Versuch, theoretische Distinktionsgewinne zu erzielen. Eine substanzielle Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus der Gegenwart sieht für ihn jedenfalls anders aus.
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