Antony Beevor erzählt die Geschichte der Menschen von Stalingrad - der Soldaten und der Zivilbevölkerung. Ihn interessieren nicht Strategien und Kriegshandwerk, sondern Gefühle, Schicksale, letzte Spuren jener Verdammten, die in Schlamm, Eis und Kugelhagel umkamen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Sebastian Borger berichtet in seiner Rezension zunächst über den immensen Erfolg, den das Buch beim Erscheinen des Originals in Großbritannien hatte - hunderttausende von Exemplaren gingen über den Ladentisch. Kein Wunder, meint Borger, denn das Buch sei nicht nur sehr ernsthaft recherchiert - inklusive Interviews mit Zeitzeugen -, sondern auch noch packend erzählt. Zwar sei bei den britischen Käufern manchmal wohl auch Ressentiment gegen die Deutschen im Spiel gewesen, als sie sich entschieden, "Stalingrad" zu kaufen, aber das Buch, so Borger, sei völlig frei davon. Es berichte ausgewogen, aber natürlich ohne je im Zweifel zu lassen, von wo der Krieg ausging. Außerdem betont Borger, dass Beevor neue Quellen in seinem Buch verarbeiten konnte, Briefe sowjetischer Soldaten, die die russischen Archive nach dem Fall des Kommunismus zugänglich machten.
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