Mit 16 Farbtafeln und 150 Abbildungen. Der Medizinhistoriker Anton Neumayr wählte für seine Darstellung der Biografie Hitlers die Perspektive des Arztes. Physische Gebrechen und psychopathologische Züge des "Führers" werden analysiert, wobei sich das Augenmerk des Autors besonders auf die Anfänge dieser kranken Persönlichkeitsstruktur in Hitlers Jugendzeit richtet. Erstmals wird die bedeutende Rolle aufputschender Medikamente - etwa von Amphetaminen - und Psychopharmaka im Alltag des Diktators hervorgehoben. Nicht zuletzt setzt sich Neumayr ausführlich mit Hitlers sexuellen Neigungen und Kontakten auseinander: Seine voyeuristischen und sadomasochistischen Vorlieben werden ebenso diskutiert wie sein kompliziertes Verhältnis zu Frauen, insbesondere zu seiner Nichte Geli Raubal und zu Eva Braun.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2001
Mit leichtem Befremden hat der mit rab. zeichnende Rezensent das Buch über Hitlers Sexualleben gelesen, dass er als Antwort auf das jüngst erschiene Buch von Lothar Machtan über Hitlers angebliche Homosexualität versteht. In seiner kurzen Kritik gesteht rab. dem Wiener Autor, der Internist und Medizinhistoriker ist, zwar große Belesenheit zu, bedauert jedoch, dass Neumayr seine Quellen nicht darlegt. Statt dessen, kritisiert der Rezensent, gibt sich der Professor mit dem Nennen der Autorennamen zufrieden. Da Hitler kein Tagebuch über sein Liebesleben führte, sei wohl sein Triebleben nicht mit letzter Sicherheit aufzudecken, und "Kujau kann nicht mehr helfen", so rab. amüsiert.
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