Was wussten Hippokrates (ca. 460 bis ca. 380 v. Chr), die Ärzte seiner Zeit und jene der folgenden Jahrhunderte wirklich über den Menschen? Was für eine Vorstellung hatten sie vom menschlichen Körper und den Zusammenhängen, die ursächlich sind für die Entstehung von Krankheiten? Welche Auslöser vermuteten sie beispielsweise hinter Epidemien, hinter einem epileptischen Anfall oder hinter bestimmten Frauenkrankheiten? Welche Methoden der Diagnostik und der Therapie standen ihnen überhaupt zur Verfügung? Welche Formen der Diät hielten sie für sinnvoll - und in welchen Fällen? All diesen Fragen geht der Altertumswissenschaftler Hellmut Flashar nach und legt eine Einführung in die antike Heilkunst vor - aber auch einen Überblick über die Wirkmächtigkeit des Hippokrates während der letzten 2000 Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2016
Rezensent Werner Bartens erfährt von dem Altertumswissenschaftler Hellmut Flashar viel über die Grundlagen der antiken Heilkunst und die Schriften des Hippokrates. Die herausragende Rolle des Hippokrates kann ihm Flashar in seiner Biografie ebenso aufschlüsseln wie die Missverständnisse in der Betrachtung seines Schaffens bis heute. Nicht zuletzt ist der hippokratische Eid Thema des Buches, meint Bartens, seine zeitgebundenen Passagen und Modernisierungen. Den Rezensenten beeindrucken Flashars philologische Genauigkeit, sein feiner Humor und seine sprachliche Sensibilität.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2016
Der rezensierende Philologe Philip van der Eijk lässt sich von dem Altphilologen und Medizin- und Philosophiehistoriker Helmut Flashar die Entwicklung der hippokratischen Medizin mit ihren moralischen und philosophischen Komponenten erläutern. Den Einfluss griechischer Rhetorik und Vermittlungskunst kann der Rezensent in den vom Autor "informativ" zusammengefassten Schriften des Hippokrates gut erkennen, ebenso die grundlegende Bedeutung des Hippokrates für die Entwicklung der westeuropäischen Wissenschaftsgeschichte und einer ethischen Medizin. Flashars jahrelange Beschäftigung mit der antiken Medizin schlägt sich für den Rezensenten in dieser "gelungenen", für ein breites Publikum verfassten Gesamtdarstellung nieder.
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