Shaftesbury: Standard Edition. Sämtliche Werke, ausgewählte Briefe und nachgelassene Schriften. In englischer Sprache mit deutscher Übersetzung
I Works: Aesthetics. Band 5: Second Characters / Schriften zur Kunst (A Letter concerning Design / Ein Brief über die bildnerische Darstellung; The Judgment of Hercules/ Das Urteil des Herkules; Plasticks / Addenda)
Herausgegeben von Wolfram Benda, Wolfgang Lottes, Friedrich A. Uehlein und Erwin Wolff. Dieser Band bietet die erste authentische Edition von Shaftesburys Schriften zur bildenden Kunst, die bisher entweder noch nicht veröffentlich wurden oder nur in philologisch unzulänglichen Ausgaben vorliegen. Als Pendants zu den "Caracteristicks" geplant, gewähren die "Second Characters" selbst in dem durch Shaftesburys Tod bedingten fragmentarischen Zustand wesentliche Einblicke in die Ästhetik des Autors und liefern überdies einen grundlegenden Beitrag zur Kunsttheorie des 18. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.03.2002
In einer eingehenden Rezension feiert Ralf Konersmann diese "vorzügliche Edition" mit Essays des englischen Philosophen Shaftesbury. Der Band enthält zwei "wahre Glanzstücke" Shaftesburys: die beiden Essays "A Letter Concerning Design" und "The Judgment of Hercules", mit dem sich Konersmann näher befasst. Wie der Rezensent ausführlich darlegt, versucht Shaftesbury darin am Beispiel der von Xenophon überlieferten Erzählung vom jungen Herakles am Scheideweg zwischen beschwerlicher, aber ehrenvoller Tugend und angenehmem, aber ruhmlosen Laster seine kunsttheoretischen Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen, indem er einem Maler detaillierte Anweisungen zur visuellen Umsetzung dieser Szene gibt. Ein Versuch, den Konersmann "überaus reizvoll" findet, zumal er in Shaftesbury einen mit Montaigne vergleichbaren "Literaten von Rang" erblickt. Begeistert äußert sich der Rezensent auch über die Leistungen der Herausgeber und Redakteure, die für die kritische Ausgabe dieser Essays verantwortlich sind: "Die unverhoffte, großzügig um Dokumente bereicherte Neuausgabe der beiden Essays", freut sich der Rezensent, "ist ein Geschenk an das geistesgeschichtlich interessierte Publikum."
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