Locher untersuch den Diskurs der wissenschaftlichen Kunstgeschichte seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, der hier als eine für diesen Zeitraum charakteristische Form der Kunsttheorie dargestellt wird. Ausgangspunkt ist die Feststellung eines Paradigmenwechsels um die Mitte des 20. Jahrhunderts, eine Zäsur, die nicht "das Ende der Kunstgeschichte" bedeutet, aber das Ende der "großen Erzählung" der universalen Stilgeschichte der Kunst, die abgelöst wird von der heute aktuellen, kulturhistorisch interpretiernden Kunstgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.08.2001
Hubert Locher hat eine Geschichte der Kunstgeschichte verfasst, die eher zur Problemgeschichte geraten ist, berichtet Beate Söntgen. Das findet die Rezensentin überaus positiv, denn schließlich sei das Verhältnis zwischen Künstlern und Kunstwissenschaftlern sowie das zwischen Kunst und Kunstvermittlung sei jeher recht gespannt gewesen. In Lochers Kunstgeschichte hat Söntgen einen neuen Ansatz entdeckt, Kunstgeschichte zu betrachten, außerdem hält sie den Autor für einen klugen Strategen, da er sich auf diese Weise der ungenauen oder falschen Darstellung bereits hinreichend beschriebener Gebiete entzieht. Und Mut zur Lücke hat er auch noch, bewundert die Rezensentin, denn er transformiere eine umfassende Stilgeschichte der "Weltkunst" in eine These zur Formgeschichte, auch wenn damit vieles außen vor bleibe.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…