Aus dem Schwedischen von Angela Kutsch. Eigentlich liebt Niki Samstage. Da dürfen sie und ihr großer Bruder Abbas nämlich immer abwechselnd bestimmen, was unternommen wird. Aber diesmal muss Mama arbeiten, im Altersheim, und sie nimmt Niki mit. Das kann ja heiter werden ... Wird es auch, denn Niki lernt Frau Möller kennen, eine abenteuerlustige Seniorin mit großem Herz und kleiner Blase. Kurzerhand überredet sie Niki zu einem heimlichen Ausflug in den Vergnügungspark! Frau Möller weiß nicht nur, wie man einen Teddy gewinnt und was man tun muss, wenn man im Restaurant nicht bezahlen will (nämlich rennen), sie traut sich sogar in die Achterbahn ohne Festhalten. Keine Frage: Das wird der beste Samstag der Welt!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2007
Die neunjährige Nike fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut und in ihrer Familie. Sie hat keinen Vater und keinen Freund, nur Streit mit dem großen Bruder und einer Mutter, die ihr ständig Kleidungsstücke an allen aktuellen Moden vorbei schneidert. Eine Freundin findet Nike erstaunlicherweise im Altersheim, in dem ihre Mutter arbeitet, und zwar in der alten Frau Möller, deren Rollstuhl sie schiebt. Sehr gelungen scheinen dem Rezensenten Wilfried von Bredow die Dialoge zwischen dem Mädchen und der alten Frau, in denen es durchaus ums Eingemachte geht, Liebe, Altsein, Sterben und vieles mehr. Schwer aber komme das gerade nicht daher, sondern mit "schwedischer Lakonik" und darum sehr angenehm. Auch das unbeschwerte Ende findet der Rezensent glaubwürdig - und das Buch insgesamt offenkundig gelungen.
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