Anita Albus

Das botanische Schauspiel

Vierundzwanzig Blumen nach dem Leben gemalt und beschrieben
Cover: Das botanische Schauspiel
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783100006226
Gebunden, 192 Seiten, 40,00 EUR

Klappentext

Vierundzwanzig Blumen sind die Darsteller in diesem 'Botanischen Schauspiel'. Der Schauplatz wechselt von Europa nach Vorderasien und Afrika, führt von Britisch-Kolumbien nach Mittel- und Südamerika, zeigt ausgiebig das Panorama Ost-Asiens; gespielt wird 'Die Verwandlung des Blatts', erzählt wird das Schicksal jeder Blume und das jener Menschen, die sie auf ihrem Weg aus der Wildnis in die Gärten der Fremde begleitet haben: Pflanzenjäger und Forschungsreisende, Botaniker und Gärtner, Maler und Liebhaber.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2008

Völlig hingerissen zeigt sich Rezensent Roman Bucheli von Anita Albus' prachtvollem Band "Das botanische Schauspiel", der vierundzwanzig Blumen in Bildern und Texten porträtiert. Die Bilder von Orchideen, Liliengewächsen, Primeln usw., die Albus mit großer Hingabe und Geduld gemalt habe, scheinen dem Rezensenten wie aus der Zeit gefallen. Sie vereinen für ihn Kenntnisse der Pflanzen, sinnliche Wahrnehmung und Maltechnik auf bewundernswertem Niveau. Geradezu ins Schwärmen gerät er über die Schönheit und Genauigkeit der Bilder und die Leuchtkraft und Körperlichkeit ihrer Farben. Sie erinnern ihn eher an die flämischen Meister als an heutige Malerei. Albus Bilder bilden in seinen Augen "das schöpferische Geschehen der Natur" nach. Aber auch die Texte zu den Bildern, botanischen Auskünften und Anweisungen, Zitaten und kulturgeschichtlichen Essays, bedenkt er mit höchstem Lob. Wie für ihn jedes Bild in diesem Band eine "Verbeugung vor der Natur" darstellt, sieht er in den Texten "eine Hommage an den Pioniergeist und die Demut der Naturgelehrten früherer Jahrhunderte".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2007

Nach den Vögeln widmet Anita Albus, Autorin und Malerin, nun den Blumen einen prachtvollen Bild- und Textband. Rezensentin Julia Voss ist ganz hingerissen und verteidigt Albus sofort gegen mögliche Anwürfe, es handle sich bei den mit äußerster Sorgfalt und im altmeisterlichen Stil angefertigten Pflanzenzeichnungen um einen wissenschaftlichen wie künstlerischen Anachronismus. Nein, gerade die realistische und liebevolle Art der künstlerischen Behandlung vermöge, "die Tür in eine andere Welt aufzustoßen". Und in dieser Welt der vorzugsweise nicht prächtigen, sondern der "kleinen Oganismen" flaniert Voss ausgesprochen gerne, von Meconopsis betonicifolia Franch. bis Commelina tuberosa L.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.12.2007

Hannelore Schlaffer ist von der anheimelnden Altertümlichkeit dieses Büchleins, in dem Anita Albus 24 Pflanzen gezeichnet und sie mit biografischen Skizzen ihrer Entdecker und der Geschichte der jeweiligen Pflanze sowie mit Anleitungen zur Pflege ergänzt hat, entzückt. Die mit feinem Pinsel gemalten Pflanzendarstellungen sind ganz offensichtlich an der Buchmalerei des Mittelalters und der Renaissance geschult, stellt die Rezensent fest, wobei sie allerdings einräumen muss, dass hinter den historischen Buchilluminationen jede heutige Malkunst zurückbleibt. Trotzdem ist sie von der Anmut und der Aufmerksamkeit, die diesen Bildern zugrunde liegt, sehr angetan, die, wie sie findet, durch die betonte Sachlichkeit der Texte noch verstärkt werden.
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