Aus dem Amerikanischen von Martin Hallmannsecker. Angelos Chaniotis erzählt die spannende Geschichte der Griechen in einem wahrhaft kosmopolitischen Zeitalter - von Alexander dem Großen (334 v. Chr.) bis zu dem römischen Kaiser Hadrian (138 n. Chr.).Inwiefern prägte die Kultur der Griechen das Römische Reich und darüber Europa bis heute? Mit seinen Eroberungen schuf Alexander zwar kein Weltreich von Dauer, dafür aber die Voraussetzungen für die Entstehung eines politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Netzwerks, das buchstäblich die gesamte damals bekannte Welt umfasste. Globalisierung und die Entstehung von Metropolen, technologische Innovationen und neue Religionen wie das Christentum, aber auch soziale Konflikte und Kriege gehören zu den Signaturen dieser Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2019
Rezensent Uwe Walter stellt fest, dass Angelos Chaniotis seinen Gesamtentwurf zeitlich von seinen Vorgängern absetzt und den Hellenismus erst mit Kaiser Hadrian enden lässt. Für ihn eine plausible Entscheidung. Wenngleich ihm die "Ereignisgeschichte nach Alexander" auch bei Chaniotis aufgrund ihrer Quellenarmut anstrengend erscheint, findet er das Buch insgesamt stark. Vor allem in den materialreichen Querschnittskapiteln über Könige und Provinzen, Bürger und Religionen, in denen der Autor laut Walter eigene Akzente setzen und Differenzierungen herausarbeiten kann. Dass der Band Kunst und Literatur eher stiefmütterlich behandelt, kann Walter verkraften. Zum Thema Wirtschaft hätte ihm der Autor aber gern mehr erzählen dürfen.
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