Christian Marek

Geschichte Kleinasiens in der Antike

Cover: Geschichte Kleinasiens in der Antike
C. H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406598531
Gebunden, 941 Seiten, 44,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Peter Frei. Christian Marek und Peter Frei geben einen Überblick über 10.000 Jahre Historie eines menschheitsgeschichtlich hochbedeutenden Territoriums, wo sich der Prozess der Sesshaftwerdung des Menschen vollzog. Seit dem Auftreten der altorientalischen Hochkulturen lag es im Kraftfeld der Großreiche. Ägypter, Hethiter, Urartäer, Lykier, Karer, Phryger, Lyder, Assyrer, Griechen, Perser und Römer haben das Gebiet geprägt, das mit über 750.000 km2 ziemlich genau dem Staatsgebiet der heutigen Türkei entspricht. Hier fand der Zug der Zehntausend statt, hier wurde das Geld erfunden, hier kämpfte Alexander der Große, hier zerfleischten sich die Diadochen, hier schuf Pompeius seine Neuordnung des Ostens, hier blühten Dichtung und Philosophie, hier missionierte der Apostel Paulus, hier verbreiteten sich die Häresien des Christentums. All diese und viele weitere Aspekte der Geschichte Kleinasiens in der Antike werden in diesem einzigartigen, reich bebilderten und mit zahlreichen Karten, Stammbäumen und Herrscherlisten ausgestatteten Werk lebendig und anschaulich dargestellt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.08.2010

Rezensent Mischa Meier kann gar nicht oft genug sagen, wie hervorragend er diese Geschichte Kleinasiens in der Antike findet. Alles sei solide dokumentiert, "lebhaft und eindrücklich" erzählt und nach der Lektüre sei man viel schlauer als zuvor. In seinem Opus magnum erzählt der Althistoriker Christian Marek die Geschichte Kleinasiens, erklärt der Rezensent, mit seiner Schanierfunktion zwischen Ost und West, immer wieder seien hier Orient und Okzident aufeinander gestoßen, in den Perserkriegen oder bei der Schlacht von Actium zwischen Marc Anton (Ost) und Octavian (West). Ein weiteres Leitmotiv erkennt Meier darin, wie Marek die ewigen Kämpfe zwischen Einwanderern und eingesessener Bevölkerung darstellt (Hethiter, Galater, Diadochenkämpfe). Und da Marek auch wissenschaftliche Kontroversen gekonnt verarbeite, kann der Rezensent dieses Buch sowohl Wissenschaftlern als auch dem interessierten Publikum empfehlen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2010

Stefan Rebenich ist begeistert. Seiner Meinung nach hat Christian Marek, indem er die Summe seiner 30-jährigen Forschungstätigkeit zum antiken Kleinasien zieht, ein althistorisches Standardwerk vorgelegt, Grundlage für jede weitere Beschäftigung zum Thema. Rebenich erläutert den geografischen und zeitlichen Rahmen der Arbeit und die Methoden, mit deren Hilfe der Autor die Wechselbeziehungen zwischen Kleinasien und den Großreichen, die Vermittlerrolle Kleinasiens zwischen Ost und West sowie die vielfältigen Migrations- und Expansionsbewegungen in der Region herausarbeitet. Lobenswert erscheinen ihm Materialfülle und Quellennähe. Dass Marek die spätrömisch-bytzantinische Zeit nicht miteinbezieht, findet der Rezensent verzeihlich. In Kapiteln wie jenen über die von den Römern beherrschten kleinasiatischen Provinzen oder über die Verfassung der kasierlichen Provinzen entschädigt der Autor ihn durch seine meisterliche Fähigkeit, verschiedenste Quellen thematisch fruchtbar zu machen und selbst über lokale und regionale Besonderheiten farbig zu berichten.
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