44 v. Chr.: Caesar ist tot. Sein Adoptivsohn steht vor der wichtigsten Entscheidung seines bisherigen Lebens. Das Erbe anzunehmen, gleicht einem Todesurteil. Alle Zeichen stehen gegen den Jungen vom Land. Doch gerade die Tatsache, dass sein Potential allgemein unterschätzt wird, rettet ihm das Leben. Angela Pabst zeigt, wie Augustus es geschafft hat, vom unbedeutenden jungen Mann ohne jeden erfolgversprechenden familiären Hintergrund an die Spitze des Staates zu gelangen und neue politische Lösungen zu gestalten. Nicht zuletzt durch einen erfrischend neuen Blick auf die Kindheit des ersten römischen Kaisers arbeitet sie Wesenszüge seiner Persönlichkeit heraus - manches Agieren wird dadurch nachvollziehbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2015
Für zahlreiche Verlage bietet es sich an, anlässlich des zweitausendsten Todestages des Kaisers Augustus noch einmal an ihn zu erinnern, weiß Rezensent Michael Siebler. Angela Pabsts Biografie zeichnet sich dabei durch ein "Alleinstellungsmerkmal innerhalb der populärwissenschaftlichen Literatur" aus, lobt der Rezensent: die Althistorikerin führt am Beispiel ihres Protagonisten in die Probleme der kritischen Quellenarbeit ein und demonstriert äußerst anschaulich, wie unser heutiges Bild des Kaisers sich aus hauptsächlich zwei Texten herleitet, deren Glaubwürdigkeit zudem stellenweise wackelt, erklärt Siebler. Gerade Fachfremden kann dieses Buch also noch über das Thema hinaus etwas nahebringen, verspricht der Rezensent.
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