Die Autorin zeichnet die Wohlfahrtsentwicklung der breiten Bevölkerung in Deutschland in der Zwischenkriegszeit im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland in den fünfziger Jahren nach. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie veränderte sich die Wohlfahrt im Gesamtzeitraum sowie in den einzelnen Teilperioden? Welche Rolle spielten dabei Veränderungen der verschiedenen Komponenten des Lebensstandards? Wie lässt sich die deutsche Entwicklung während dieses Zeitraumes im internationalen Vergleich verorten? Welche regionalen Disparitäten traten in der Entwicklung des Lebensstandards auf und wie veränderte er sich, wenn die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern berücksichtigt wird?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2009
Andreas Rödder lässt sich den "Human Development Index" von der Autorin aus historischer Perspektive erläutern. Rödder folgt der Studie in ihrem Blick auf Zwischen- und Nachkriegszeit in drei Perspektiven: einer nationalen im internationalen Vergleich, einer regionalen und einer genderspezifischen. Er erkennt, dass Andrea Wagner dabei sowohl die Erkenntnisse zu den deutschen Verhältnissen beim Übergang zur industriellen Dienstleistungsgesellschaft belegen, als auch manchen herkömmlichen Befund widerlegen kann (wie bezüglich vermeintlich geschlechterspezifischer Unterschiede). Werden dem Rezensenten auch die Grenzen der ökonomischen Analyse hier durchaus bewusst, für Rödder bezeugt der Band auf sorgfältige Weise eine Steigerung des Lebensstandards.
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