Aus dem Französischen von Brigitte Große. Zwei Schriftstellerinnen, eine Leidenschaft: Amélie und Pétronille suchen den Rausch - in der Literatur und im Champagner. In Paris besuchen sie eine Degustation im Ritz, sie feiern in London und in den Alpen. Doch es gibt Dämonen, die sich auch im besten Schaumwein nicht ertränken lassen. Ein spritziger Roman über die Trunkenheit - und eine Ode an die Freundschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2016
Keinen Lebensratgeber, sondern einen ganz und gar französischen Roman hat Rezensentin Julia Bähr mit Amelie Nothombs neuem Buch "Die Kunst, Champagner zu trinken" gelesen. Vergnügt folgt die Kritikerin hier der vor allem durch Champagner zusammengehaltenen Frauenfreundschaft zwischen Nothomb und der jungen Petronille Fanto, die an die Schriftstellerin Stephanie Hochet angelehnt ist. Während Bähr gelegentlich über das ungleiche Miteinander der Diplomatentochter Nothomb und ihrer proletarisch aufgewachsenen Freundin schmunzeln muss, überzeugen sie doch insbesondere solche herrlich komischen Szenen, in denen die Autorin etwa erzählt, wie sie als junge Interviewerin von Vivienne Westwood wie ein "abstoßender Käfer" behandelt wurde. Ein zügig lesbares, wunderbar überspanntes Buch, schließt die Kritikerin.
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