Aus dem Englischen von Susanne Friederike Levin und Martina M. Oepping. Mit ca. 60 Abbildungen. England im späten 18. Jahrhundert: Georgiana, die Herzogin von Devonshire, ist der alles überstrahlende Stern am Himmel der aristokratischen Gesellschaft. Alle Welt bewunderte und begehrte die extravagante und kluge Aristokratin. Der farblose, an ihr nicht interessierte Ehemann verblasste neben der ambitionierten Frau, und sie litt unter der unglücklichen Ehe. Ablenkung suchte Georgiana in Affären und am Spieltisch, an dem sie ein Vermögen verlor. Mutig überschritt sie den Frauen gesetzte Grenzen, drang in die maßgeblichen politischen Zirkel vor, betrieb Wahlkampf und wurde ein Star der Presse. Aus originalen Briefquellen schöpfend, zeichnet Amanda Foreman ein lebendiges Porträt dieser oft modern anmutenden Frau.
Ilka Piepgras ist begeistert von der Biografie der Herzogin von Devonshire, die im 18. Jahrhundert ein bewegtes und unkonventionelles Leben führte. Sie lobt die britische Autorin für ihre "gründliche Recherche" und bemerkt dankbar, dass Foreman sich trotz einer gewissen Ähnlichkeit mit dem Leben von Prinzessin Diana, die mit Georgina zudem entfernt verwandt war, jeder "vergleichenden Psychologie" enthält und statt dessen ganz auf die Biografie ihrer Protagonistin konzentriert. Die Rezensentin meint, dass die "Entschlossenheit" und gesellschaftliche Unabhängigkeit der Herzogin auch für "Frauen von heute relevant" ist und findet, dass die Biografie "glaubhaft und unbestechlich wirkt".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…