David J. Edmonds, John A. Eidinow

Rousseaus Hund

Zwei Philosophen, ein Streit und das Ende aller Vernunft
Cover: Rousseaus Hund
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2008
ISBN 9783421042514
Gebunden, 367 Seiten, 21,95 EUR

Klappentext

Der Streit mit Jean-Jacques Rousseau gehört zu den aufwühlendsten Episoden im Leben David Humes dabei währte der gemeinsame Aufenthalt in England nur wenige Monate und hatte für alle Beteiligten vielversprechend begonnen. In einer historisch-geistesgeschichtlichen Spurensuche gehen die Autoren David Edmonds und John Eidinow dem Leben zwei der einflussreichsten Intellektuellen des 18. Jahrhunderts nach und erzählen die Geschichte ihrer Freundschaft, die an ihren unterschiedlichen Charakteren zerbrach.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.05.2009

Henning Ritter rekapituliert für uns die Affäre um Jean-Jacques Rousseau und David Hume, wie sie sich in diesem Buch von David Edmonds und John Eidinow nachlesen lässt, als eine Geschichte von "Missverständnissen, Verdacht und Enttäuschung". Die Ereignisse nach Rousseaus Eintreffen in London 1766 haben zwar auch mit dem Hund Sultan zu tun, vor allem aber geht es um ein vermeintliches Komplott gegen den seinerzeit berühmtesten Literaten im Exil. Inwieweit Rousseaus Verdacht gegen seine Gönner, allen voran David Hume, berechtigt war oder doch bloß eingebildet, können die Autoren dem Rezensenten zwar nicht mit Sicherheit vermitteln. Die Detailfreude, der "detektivische Spürsinn" und die Fairness, mit der die Vorgänge nachvollzogen werden, lassen Ritter das Buch jedoch mit Gewinn lesen. Gerade so, als wäre er selbst dabei gewesen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2008

Schwer zu sagen, ob sich Rezensent Ludger Lütkehaus bei diesem Buch amüsiert hat. So ganz scheint ihm dieses Genre der "philosophisch-historischen Anekdote" nicht zu behagen, auch wenn er erkennen lässt, dass sich die beiden britischen Journalisten David Edmonds und John Eidinow mit "trockenstem britischen Humor" zu Meistern entwickelt haben - Lütkehaus bezeichnet sie als "Philosophiegeschichtsberichterstatter". Die Geschichte selbst - es geht um das legendäre, von Intrigen und Verfolgungswahn genährte Zerwürfnis zwischen Jean-Jacques Rousseau und David Hume - erzählt Lütkehaus ausführlich nach. Aber ernsthaft gepackt scheint ihn das Buch nicht zu haben. Getsört hat er sich an dem seiner Meinung nach irreführenden Titel: Rousseaus Hund spielt überhaupt keine Rolle in dem Buch.
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