"Eine der schönsten Geschichten ist die der Mary Lady Montagu", befand Arno Schmidt in einem Essay. Als "auffallendste Engländerin ihrer Zeit" wird sie in der Encyclopaedia Britannica bezeichnet: Die Dichterin, Orientreisende und Frühfeministin Lady Mary Wortley Montagu (1689-1762) setzte Zeichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.07.2008
Elmar Schenkel begrüßt diese erste Biografie der Lady Mary Montagu in deutscher Sprache, die Günter Gentsch vorgelegt hat. Erfreulich findet er, dass der Autor zunächst einmal die zahlreichen Legenden um Lady Montagu, Gattin des englischen Botschafters Wortley Montagu und eine der ersten weiblichen Orientreisenden, entmythifiziert. Wie er hervorhebt, sind viele dieser Geschichten - etwa von Jonathan Swift - aus bösen Ansichten in die Welt gesetzt worden. Gentsch lasse dagegen Fakten und Zitate sprechen. Mary Montagu wird für Schenkel sichtbar als eine aufgeklärte, offene und neugierige Frau, eine "Schwester der Feder", deren geistreiche Briefe aus dem Orient erstmals Einblick in die osmanische Kultur aus Sicht einer Frau gaben - und der Europa die Pockenimpfung zu verdanken hat.
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