Aus dem Englischen von Bernhard Jendricke, Gerlinde Schermer-Rauwolf, Rita Seuß und Robert Weiß. Elizabeth und Philip, beide Ur-Ur-Enkel der legendären Königin Victoria, kommen aus Elternhäusern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der griechische Prinz mit deutschen Wurzeln war bis zu seiner Heirat quasi heimatlos, verbrachte Kindheit und Jugend zwischen Paris, Darmstadt, Salem und Schottland. Dagegen steht die behütet aufgewachsene Elizabeth, die sich schon als Teenager in ihn verliebte. Brandreth sucht nicht nur das Geheimnis dieser in vielen privaten wie politischen Krisen erprobten Ehe zu ergründen, sondern richtet seinen Blick auch auf ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte.
Gyles Brandreth hat mit diesem Buch ein "Meisterwerk des Indifferenten, also des Nichtssagenden" vorgelegt, spottet Rezensentin Ursula März. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der ehelichen Treue des Prinzgemahlen, für die, so die Rezensentin, Brandreth die Hand ins Feuer lege. Was März am erstaunlichsten findet ist, dass der Autor es schafft, bei gleichzeitiger Auflistung sämtlicher Gerüchte um Prinz Philips Liebschaften zu betonen, dass dessen Privatleben ausschließlich seine Sache sei. Der wahre Wert dieses Werkes liege aber laut März darin, in Stil und Aussagegehalt aufs Genaueste der "Nullrhetorik" der Queen zu entsprechen, wenngleich die Rezensentin befürchtet, dass Elizabeth, die mit dem Autor natürlich nicht geredet habe, dies wohl nicht würdigen wird. Fazit: "Ein ganz besonderes Lektüreerlebnis. Nach über 400 Seiten weiß man weniger als vorher."
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