Herausgegeben und übersetzt von Barbara Zehnpfennig. Die Federalist Papers gehören zu den bedeutendsten Texten der modernen westlichen Demokratie. Die fünfundachtzig Artikel, welche 1787/88 erschienen und die zur Abstimmung anstehende amerikanische Verfassung verteidigten, diskutieren die Fundamente repräsentativer Demokratie und sind gleichsam als Gründungsdokumente heutiger pluralistischer Gesellschaften zu lesen. Ihre Aussagekraft ist von zeitloser Aktualität - sowohl vor dem Hintergrund der Legitimätskrise westlicher Demokratien wie angesichts der weltpolitischen Rolle der Vereinigten Staaten.
Höchst aktuell sind für Rezensent Michael Rutschky die Fragen, die Alexander Hamilton, James Madison und John Jay 1787/88 in einer Artikelserie in New Yorker Zeitungen diskutierten und die als "Federalist Papers" in den Kanon der politischen Philosophie eingingen. Vor allem die Frage, wie man den Bürger vor dem willkürlichen Zugriff des Staates schützen und ihm zugleich die Sicherheit des staatlichen Rahmens gewähren könne, scheint Rutschky auch heute noch von einigem Interesse. Nur begrüßen kann er daher vorliegenden, von Barbara Zehnpfennig herausgegebenen und übersetzten Band der "Federalist Papers". Mit Lob bedenkt er Zehnpfennig für Einleitung, Übersetzung und Kommentare, die ihm gut lesbar und "lehrreich" scheinen. Sein Fazit: ein Band, den jeder politisch Interessierte mit Gewinn lesen wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2007
Rezensent Johan Schloemann begrüßt diese "wohlfeile Taschenbuchausgabe" der "Federalist Papers" von Alexander Hamilton, James Madison und John Jay in der Übersetzung von Barbara Zehnpfennig. Er zählt die Autoren zu den amerikanischen Gründungsvätern der modernen westlichen Demokratie. Besonders interessiert er sich für die Begründung des Repräsentationssystem durch James Madison. Anhand ausgewählter Zitate zeigt er auf, dass der Autor durch die Einführung der Wahl von Repräsentanten den schrankenlosen Einfluss des gemeinen Volks auf den Staat einzudämmen suchte. Deutlich wird Madinsons Vorstellung, der Repräsentant könne und solle vornehmer, gebildeter, besser und reicher sein als der Durchschnittsbürger.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…