Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1981

Drei Bände
Cover: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1981
Oldenbourg Verlag, München 2013
ISBN 9783942921565
Gebunden, 2250 Seiten, 158,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts. Bearbeitet von Daniela Taschler, Matthias Peter und Judith Michel. Das Jahr 1981 wurde bestimmt von der Krise in Polen, die in der Verhängung des Kriegsrechts kulminierte. Intensiv bereitete sich die NATO auf die im November beginnenden amerikanisch-sowjetischen Gespräche über Mittelstreckenraketen vor. Die Bundesregierung befürwortete die Nulllösung, auf die schließlich auch Ronald Reagan, seit Januar Präsident der USA, einschwenkte. Weitere Schwerpunkte waren die Genscher-Colombo-Initiative für eine Europäische Union, die Folgen der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Sadat für den Frieden im Nahen Osten, der Fortgang des KSZE-Prozesses und die Diskussion über den Export von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2013

Die liebevolle Aufmerksamkeit, mit der die FAZ die Aktenedition des Auswärtigen Amts begleitet, lässt natürlich auch nicht bei den Bänden der achtziger Jahre nach. Rolf Steiniger lobt vielmehr die gewohnt "professionelle Manier" der Editoren, die Tausende von Protokollseiten "faszinierend" aufbereitet hätten. Die beiden neuen Bände umfassen die Jahre 1981 und 1982, also das Ende von Helmut Schmidts Kanzlerschaft und den Beginn von Ronald Reagans Präsidentschaft in den USA. Besonderes Augenmerk legt der Rezensent auf die zahlreichen Fehleinschätzungen, die Schmidt sich in seinen letzten beiden Amtsjahren leistetet und die er sich in ihrer Negativität nur mit Schmidts schlechtem Gesundheitszustand erklären kann: Weltdepression, Überbevölkerung, Einwandererfluten. Dass Schmidt der polnischen Regierung empfahl, ihr Kriegsrecht durch ein Ermächtigungsgesetz zu ersetzen, findet Steininger nicht weniger unglücklich als das schnarrende Auftreten, das Schmidt am Ende Washington und Ronald Reagan gegenüber an den Tag legte: Man brauche wohl "härtere Methoden, um das Weiße Haus zum Nachdenken zu bringen..."