Abu Nasr Mohammed al-Farabi

Über die Wissenschaften - De scientiis

Lateinisch - Deutsch
Cover: Über die Wissenschaften - De scientiis
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2005
ISBN 9783787317189
Gebunden, 365 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Nach der lateinischen Übersetzung Gerhards von Cremona. Mit einer Einleitung und kommentierenden Anmerkungen herausgegeben und übersetzt von Franz Schupp. Al-Farabi war einer der bedeutendsten arabischen Philosophen, der sich um die Vermittlung der islamischen Philosophie mit dem Denken der griechischen Antike besondere Verdienste erwarb. Seine Schrift "Über die Wissenschaften" erlangte durch die Übersetzung von Gerhard von Cremona eine nachhaltige Rezeption in der Philosophie des lateinischen Mittelalters. Denn in dieser Schrift beschreibt und bewertet Al-Farabi alle zu seiner Zeit bekannten Wissenschaften, erörtert sie in ihren Funktionen und Untergliederungen und setzt sie zueinander in Beziehung.
Die eigentliche Bedeutung dieser Schrift liegt jedoch darin, den Erkenntnissen der beschriebenen Wissenschaften ihr eigenes Recht gegenüber den überlieferten Lehren der Religion zuzuschreiben und das Verhältnis zwischen Glauben und Wissen neu zu bestimmen.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Der Papst, der von Intellektuellen gerne als einer der ihren betrachtet wird, hat vor ein paar Monaten wieder einmal seine Lieblingsmelodie gesungen. In Regensburg. Sie lautet: Der christliche Gott ist ein vernünftiger, damit auch ein der Vernunft zugänglicher Gott. Es mache gerade den Reiz - das ist nicht Ratzingers Wort - des Christentums aus, dass es ein vernünftiger Glaube sei. Der bedeutende - so die Einschätzung seiner intellektuellen Fürsprecher - Theologe sieht darin eine entscheidende Differenz des Christentums zum Islam, dessen Gott jedem menschlich-vernünftigen Zugang sich verschließe. Die Regensburger Rede ist in vielen Feuilletons damit verteidigt worden, dass man dem Papst das unglückliche Zitat des byzantinischen Kaisers verzeihen müsse, da es ihm doch eigentlich um das durchaus begrüßenswerte Argument der Vernünftigkeit des Glaubens gegangen sei. Das geht nun freilich am Problem der Regensburger Rede völlig vorbei...
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