Otto Mazal

Justinian I. und seine Zeit

Geschichte und Kultur des Byzantinischen Reiches im 6. Jahrhundert
Cover: Justinian I. und seine Zeit
Böhlau Verlag, Köln, Weimar 2001
ISBN 9783412025014
Gebunden, 764 Seiten, 96,00 EUR

Klappentext

Kaiser Justinian I. gehört zweifelsohne zu den wirkungsmächtigsten Gestalten europäischer Geschichte. Als letzte Herrscherpersönlichkeit unternahm er mit seinem nach Westen ausgreifenden Byzantinischen Reich noch einmal den Versuch der Wiederherstellung des Imperium Romanum. Sein Name ist verknüpft mit kunstgeschichtlich so herausragenden Monumenten wie der Hagia Sophia. Kaum zu überschätzen ist auch seine Leistung in der Gesetzgebung. Mit der Aufzeichnung des römischen Rechts gab er dem Rechtsleben eine feste Grundlage. Der Byzantinist Otto Mazal legt in diesem Buch eine Gesamtschau des ereignisreichen 6. Jahrhunderts vor. Die historischen Leistungen und die weltgeschichtliche Bedeutung der Regierungszeit Justinians (527-565) werden beleuchtet. Wirtschaftliche, militärische, soziale und kirchenpolitischeVerhältnisse werden erhellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2002

Die Person des byzantinischen Kaisers Justinian I. war bereits zu Lebzeiten umstritten, wie Wolfram Kinzig berichtet. Daher ist die Darstellung des Historikers Otto Mazal laut Rezensent um so höher zu schätzen, weil sie die kreativen Kräfte nicht übersieht, "die durch Justinian und seine Frau initiiert und freigesetzt wurden". So würdige der Autor die Verdienste Justinians auf den Gebieten der Gesetzgebung, der Organisation des Staates und der Kirche sowie der Literatur und Künste. Dabei holt Mazal laut Kinzig "in der konsequenten Einbeziehung auch der literarischen und künstlerischen Errungenschaften des sechsten Jahrhunderts" weiter aus als seine Vorgänger. Gerade daraus resultiert nach Meinung des Rezensenten aber auch die Schwäche des Buches, das sich zwischen Handbuch und Monografie nicht entscheiden könne. Daher könne nur der Fachmann das Buch im ganzen lesen, während die meisten Leser es wohl eher als Nachschlagewerk nutzen dürften: "Ihnen bietet es eine insgesamt solide und zuverlässige, dabei gut lesbare Einführung in diese faszinierende Zeit."
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