Ein faszinierendes, packendes - und sehr persönliches - Porträt Ernst Blochs, des großen Leipziger und Tübinger Philosophen. Ein gutes Stück deutsch-deutscher Wissenschafts- und Zeitgeschichte der sechziger und siebziger Jahre. Erinnert und geschrieben von seinem Assistenten und Schüler: Eine Hommage an den eindringlichen Erzähler, Redner, Vor- und Weiterdenker.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2016
Lorenz Jäger liest Gert Uedings Ausführungen über seinen Lehrer Ernst Bloch mit Vergnügen und Rührung. Wenn Ueding über Blochs Vortragskunst schreibt, über seine Stimmregister, die Gefühlsbeteiligung, das Summen und Intonieren, wird Jäger mit Ueding nostalgisch: Die gute alte akademische Zeit! Das bisschen Hagiografie gestattet er dem Autor gern. Immerhin fallen interessante Vignetten über Bloch in Tübingen ab, Weisheiten wie "Ein Denken in Bewegung braucht bewegende Rede" oder auch Kritisches zu Walter Jens und seiner Rhetorik, den Ueding später in Tübingen beerbte.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Siri Hustvedt: Ghost Stories Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald. Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Kev Lambert: Möge uns die Freude bleiben Aus dem Französischen (Quebec) von Frank Weigand. In seinem neuen Roman beschreibt Kev Lambert den kometenhaften Aufstieg und Fall der Quebecer Stararchitektin Céline Wachowski:…