Herausgegeben von Gabriele Sander und Andreas Solbach. Der 1915 erschienene Roman »Die drei Sprünge des Wang-lun« machte Döblin bekannt, allein bis 1923 erlebte das Buch zwölf Auflagen. Walter Muschg nannte das »Meisterwerk expressionistischer Erzählungskunst« den »entscheidenden Durchbruch durch die bürgerliche Tradition des deutschen Romans«, weil er schon fast alles enthalte, was den neuen Erzählstil des zwanzigsten Jahrhunderts kennzeichne. Sie ziehen durch das Land und nennen sich die »Wahrhaft Schwachen«. »Wu-wei«, die altchinesische Lehre vom »Nicht-Widerstreben« gegen das Schicksal, findet Anhänger bei den Massen, immer mehr bekennen sich zum Prinzip des Nicht-Handelns. Damit werden sie zur Bedrohung für die Macht der Herrschenden. Doch dann werden die Wahrhaft Schwachen und ihr Haupt, der bekehrte Dieb Wang-lun, auf die Probe gestellt.
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