Aus dem Französischen von Nils Hodyas und Timo Obergöker. Bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt, liegt mit diesem Hauptwerk Nancys einer der radikalsten philosophischen Texte der Gegenwart nunmehr auch auf Deutsch vor. Nancys Denken löst den Begriff des Körper aus den dualistischen Umklammerungen von Materie und Geist, Leib und Seele, Innen und Außen und überführt das unter dem Diktat der Bedeutung stehende Schreiben vom Körper in ein »Ent-schreiben« des Körpers. Die gewonnenen Perspektiven erlauben eine Dekonstruktion der religiösen und philosophischen, der naturwissenschaftlichen und literarischen Konzepte vom Körper.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.05.2003
Den Lieblingstext poststrukturalistischer Körperlektüren, Kafkas "In der Strafkolonie", könne er nicht ausstehen, so der Poststrukturalist Jean-Luc Nancy programmatisch, so wenig wie all die Metaphern von Körpereinschreibungen. Vielmehr müsse es um Ent-Schreibungen gehen, eine Befreiung des Körpers vom Ansinnen der verschiedensten Bedeutungen, die man in ihm und an ihm lesbar machen will. Als Gewährsmänner für sein Unterfangen betrachtet er den späten Heidegger - und seine Philosophie des Da-seins und der Ek-sistenz - und Derridas Verschränkung von Körper und Zeichen in seinem Verständnis von der "Materialität des Signifikanten". Es folgt daraus, für Nancy, - wie genau, verrät die Rezensentin mit dem Kürzel "sja" leider nicht - dass jeder Blick zur "beweglichen, beständigen Liebkosung" wird; dass also dieses Buch ein "erotisches" sei.
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