Vorgeblättert

Elif Shafak: Der Bonbonpalast

28.08.2008. Zehn Mietparteien leben im Bonbonpalast, einem ehemals prachtvollen, jetzt ziemlich verwitterten Haus in Istanbul. Darunter sind ein frommer Mannes, zwei ungleiche Zwillinge, die einen Friseursalon betreiben, ein namenloser Ich-Erzähler, eine rätselhafte alte Frau, eine blaue Mätresse und ein Marihuana rauchender Student mit Hund. Elif Shafak erzählt von ihren Schicksalen und Erlebnissen, ihren Kümmernissen und Freuden. Lesen Sie hier einen Auszug aus Shafaks Roman "Der Bonbonpalast".
Elif Shafak: Der Bonbonpalast
Roman
Aus dem Türkischen von Eric Czotscher

Eichborn Berlin Verlag, Berlin 2008
Gebunden, 472 Seiten, 19,95 Euro

Erscheint am 1. September 2008

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Klappentext: Ein ehemals prachtvolles Haus im Zentrum von Istanbul, gebaut von einem russischen Adeligen für seine Frau, ist der Schauplatz dieses Romans. Inzwischen ist der "Bonbonpalast" allerdings ziemlich verwittert - und Heimstatt nicht nur für eine, sondern gleich für zehn sehr unterschiedliche Familien. In der Erzählung ihrer Schicksale, Tragödien und Komödien folgt "Der Bonbonpalast" der Struktur von Tausendundeiner Nacht. In loser Folge und doch aufeinander bezogen werden die Schicksale und Erlebnisse eines zutiefst frommen Mannes, zweier ungleicher Zwillinge, die einen Friseursalon betreiben, eines namenlosen Ich-Erzählers, einer rätselhaften alten Frau, einer charmanten Schönheit und eines Marihuana rauchenden Studenten mit Hund erzählt - und damit die des Gebäudes und der Stadt. Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft, alles fließt in diesem Roman zusammen, der vor Geschichten nur so sprudelt, Geschichten, die so unglaublich sind und so real wie der Geruch des Hauses, dessen Quelle ganz am Ende an unerwarteter Stelle gefunden wird.


Zur Autorin: Elif Shafak wurde 1971 als Tochter einer türkischen Diplomatin in Straßburg geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Spanien und kehrte erst zum Studium in die Türkei zurück. Sie lebte auch eine zeitlang in Köln, Amman, Boston und Arizona. In der Türkei studierte Elif Shafak Internationale Beziehungen an der Technische Universität des Nahen Ostens in Ankara, sie erhielt einen Master of Sciences in "Gender and Women's Studies" mit einer Arbeit über "The Deconstruction of Femininity Along the Cyclical Understanding of Heterodox Dervishes in Islam" und promovierte an derselben Universität in den politischen Wissenschaften (Dissertationstitel: "An Analysis of Turkish Modernity Through Discourses of Masculinities"). Shafak hat mehrere Jahre in den USA gelehrt und daneben zahlreiche Romane veröffentlicht. Ihr Roman "Der Bastard von Istanbul" brachte ihr eine Anklage wegen Verunglimpfung des Türkentums ein, im Prozess wurde Shafak jedoch freigesprochen.

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