
Die russisch-orthodoxe Kirche hat sich unter dem Patriarchen Kyrill ganz dem "
Heiligen Krieg"
gegen die Ukraine verschrieben, Priester, die gegen den Krieg sind, müssen mit Sanktionen rechnen oder fliehen ins Ausland. Marina Majja-Gowsman
spricht für
OVD-Info (hier
mehr Informationen und die
deutsche Übersetzung bei
Dekoder) mit einigen von ihnen. "'Ganz zu Beginn haben wir noch nicht verstanden, was vor sich geht. Es gab ja keine massenhafte
Verfolgung von Priester'", sagt der Priester Walerian. "'Dass wegen der Haltung gegen den Krieg Verbote ausgesprochen werden, Gottesdienst zu feiern oder die Priesterwürde entzogen wird, hatte noch nicht begonnen. Das begann alles 2023. Anfangs gab es spontanen Protest von Priestern, die sagten, dass der Krieg den Geboten, der Heiligen Schrift und dem Willen Gottes widerspreche. Es sei Frevel und
Gotteslästerung, den Krieg mit geistlichen Begründungen zu rechtfertigen. Es gibt Menschen, die einen Krieg begonnen haben, und es gibt einen Staat, der den Krieg entfesselt hat. Es gibt Fakten, die das belegen. Was soll man mit Menschen tun, die die Fakten leugnen? Für sie beten, weil sie fehl gegangen sind und der Lüge folgen.'"