Intervention

In der Reihe "Intervention" veröffentlichen wir kompakte, meinungsstarke Stücke unterschiedlicher Autoren zu politischen oder kulturellen Themen.
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Eine existenzielle Krise

Intervention 15.10.2020 In einer Zeit, in der vieles wahr zu werden pflegt, was gerade noch für unmöglich gehalten wurde, tut man gut daran, auch den schlimmsten Fall nicht auszuschließen. Die Erfolgsgeschichte der USA seit dem Ende des Bürgerkrieges hat vielfach vergessen lassen, wie fragil die Konstruktion und die Balance der amerikanischen Gesellschaft stets gewesen ist. Bei den amerikanischen Wahlen steht nicht nur das Überleben der Demokratie in den Vereinigten Staaten in Frage, sondern auch ihre Integrität. Von Richard Herzinger

Ende eines adäquaten Sendeplatzes

Intervention 07.10.2020 Radio SRF will die Sendung "52 Beste Bücher" abschaffen. AutorInnen erhielten hier Gelegenheit,  ausführlich über ihre neuen Bücher zu sprechen, das Format ist einmalig. "Wir können und wollen nicht glauben, dass Radio SRF besser aus der Krise kommt, indem es auf eine Sendung wie '52 Beste Bücher'verzichtet, schreiben Alain Claude Sulzer eine Reihe AutorInnen. Der offene Brief ist inzwischen von zahlreichen prominenten AutorInnen unterzeichnet. Aktualisiert: Eine Unterschriftensammlung ist eröffnet. Von Alain Claude Sulzer

Wie war das in Syrien?

Intervention 11.09.2020 Es könnte sein, dass Wladimir Putin im Fall Belarus sein Erfolgsmodell der Repression neu erprobt: Festhalten an einem Diktator um jeden Preis, wie bei Maduro oder Assad. Indem der Kreml angeschlagenen Despoten die Haut rettet, macht er sie sich zu willfährigen Marionetten. Ein Lukaschenko, der die Fortsetzung seiner Herrschaft dem Kreml verdankt, wird damit für Putin zu einem idealen Vollstrecker seiner großrussisch-imperialen Ambitionen. Von Richard Herzinger

Das Schwarze sind immer noch die Buchstaben

Intervention 07.08.2020 Eine Lesung der Autorin Lisa Eckhart wurde von der Leitung des  Hamburger "Harbour Front Literaturfestivals" nach Drohungen von Extremisten abgesagt. Das ist nicht hinnehmbar. Eine offene Gesellschaft braucht den offenen Streit. Wer mit Gewalt droht, dem fehlen offenbar die Argumente. Aufruf an die Mitwirkenden, Autorinnen und  Autoren, des "Harbour Front Literaturfestival", sich mit Eckhart zu solidarisieren. Von Peter Mathews

Apokalyptisch zugespitzte Mythen

Intervention 07.05.2020 Der Faschismus  war ein willkürliches, ganz auf die Person seines Erfinders Benito Mussolini zugeschnittenes Konstrukt. Wer etwa im Zeichen des "Antifaschismus"  den Nationalsozialismus in diesen Begriff eingemeindet, nivelliert nur dessen Einzigartigkeit. Die Aktualität des Faschismus liegt eher darin, dass Demokratien sein destruktives Potenzial verkannten - so wie heute, bei neuartigen ideologischen Konstrukten. Von Richard Herzinger
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