Intervention

In der Reihe "Intervention" veröffentlichen wir kompakte, meinungsstarke Stücke unterschiedlicher Autoren zu politischen oder kulturellen Themen.
Erscheinungsdatum: bis - 5 Artikel

Angriff auf Taiwan

Intervention 22.05.2025 Ermutigt von Trump, der die Ukraine fallen lässt, seine Alliierten verhöhnt und mit Putin poussiert, fühlt sich China inspiriert, Taiwan zu überfallen. Denn angesichts der exzessiven Aufrüstung, die das chinesische Regime betreibt, ist zu bezweifeln, dass es sich bei der Unterwerfung der Insel auf nichtmilitärische Mittel beschränken wird. Eine autoritäre Macht, die wie China eine solch gewaltige Militärmaschinerie aufbaut, braucht früher oder später einen realen Krieg. Von Richard Herzinger

Wer war's & warum?

Intervention 14.05.2025 Nochmal zu Friedrich Merz' Stolperstein auf dem Weg zum Bundeskanzleramt: Wer beim ersten Wahlgang zur Bundeskanzlerwahl gegen ihn gestimmt hat, werden wir nie erfahren.. Aber es bleibt auch eine andere Unsicherheit angesichts von Friedrich Merz' nicht so großer Mehrheit: Warum sollten die superreichen Fellow Traveller der AfD aus den USA sich nicht Agents Provocateurs in den Koalitionsparteien suchen & finden, jetzt oder in Zukunft? Eine Spekulation. Von Wolfram Schütte

Preis für einen Unerschrockenen

Intervention 14.05.2025 Algerien hat Boualem Sansal als Geisel genommen, die französischen "Links"-Nationalisten sahen sich außerstande, im Parlament einem parteiübergreifenden Appell zur Freilassung des Autors zuzustimmen, da sie ihre islamistische und islamophile Wählerschaft nicht verprellen wollte. Da ist es um so wichtiger, dass Sansal morgen den renommierten Jiří-Theiner-Preis des tschechischen Buchhänderverbands bekommt. Entgegennehmen wird ihn sein Schriftstellerkollege Kamel Bencheikh. Von Claus Leggewie

Wie kaum eine andere Stimme

Intervention 09.05.2025 Am 6. Juni jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Thomas Mann. Seine politischen Schriften verdienen eine neue Lektüre. Man muss nur das Wort "deutsche" durch "russische" und das Wort "Nationalsozialismus" durch "Putin-Regime" ersetzen, um die unheimliche Aktualität der Feststellung Manns zu erkennen, dass "deutsche Forderungen im Munde des Nationalsozialismus niemals dem Frieden, sondern ausschließlich der Machterhöhung und der Verbesserung der Kriegsaussichten gelten", und dass man daher "mit ihrer Erfüllung nicht dem Frieden, sondern dem Krieg" dient. Von Richard Herzinger