Logo - Fotolot - Über Bücher, Bilder und Ausstellungen

Peter Truschner spiegelt in seiner Fotolot-Kolumne den boomenden Fotobuchmarkt und bespricht Ausstellungen.
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Das am wenigsten bekannte Gefühl

Fotolot 08.01.2021 Frank Gaudlitz gelingen seine herausragenden neueren Fotoarbeiten nicht zuletzt deshalb, weil er den Sprung aus der klassischen Straßen-, Dokumentar- und Porträtfotografie hinein in die Bildende Kunst und Malerei wagt. In diesen Fotos erkennt man weniger die lebendige Erinnerung an August Sander und Walker Evans, sondern eher die Farben von Gauguin oder Matisse, die versuchen, dem Sujet des klassischen Stilllebens eine neue Bedeutung zu verleihen. Von Peter Truschner

Seit dem Wirken der Puritaner

Fotolot 09.11.2020 Die These, dass Annie Leibovitz, Gregory Crewdson oder Andreas Gursky einen "neoliberalen Ralismus" bedienen und eine marktförmige Fotografie repräsentieren, ist eigentlich nicht neu, wird aber in Jörg Colbergs Buch "Photography's Neoliberal Realism" als neu präsentiert. Unangenehm ist, wie aus der an sich fälligen Kritik an diesen Fotografen die Versatzstücke der heutigen akademisch-korrekten Diskurse nur so herauspurzeln. Von Peter Truschner

Mal ohne, mal mit einer Flasche Bier

Fotolot 13.10.2020 Als der Fotograf Abe Frajndlich ihn im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1985 in San Pedro besucht, ist Charles Bukowski längst ein abgezockter Showman, der Besuchern das bietet, was sie sehen wollen: Hank, der Berserker. Frajndlich schickt Fotos des ersten Shootings nach Frankfurt, der verantwortliche Redakteur Hans Georg Pospischil bescheidet ihm knapp, dass das Material "scheiße" sei... Heute ist Bukowski mega-out - aber ein Anlass, mal über längst vergangene Zeiten nachzudenken. Von Peter Truschner

Allerseelen der Fotografie

Fotolot 31.08.2020 Doch, durchaus, es gibt einige interessante Fotoausstellungen in dieser beginnenden besonderen Herbstsaison: Vor allem Michael Schmidt im Hamburger Bahnhof natürlich. Aber auch einige andere Klassiker werden hier und dort gewürdigt.  Alles in allem teils durchaus interessante, publikumsfreundliche Veranstaltungen ohne ausgeprägte Ecken und Kanten oder gar gröbere Irritationen, die nur unnötig am unter Corona ohnehin fragilen Nervenkostüm der Besucher zerren würden. Von Peter Truschner
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