Aus dem Französischen von Stephanie Singh. 64 Jungen leben im Haus hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen - tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen Méto.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2012
Yves Grevets neuer Jugendroman "Meto" wird den Leser so schnell nicht loslassen, versichert Rezensentin Johanna Roth. Ebenso fasziniert wie beklommen begleitet sie den jungen Meto, der mit dreiundsechzig weiteren Jugendlichen auf einer abgeschnittenen und von sogenannten "Cäsaren" beherrschten Insel aufwächst und vielfältige Unterdrückungen erlebt. Als die Jungen gegen das repressive System zu rebellieren beginnen, zeigt sich das Ausmaß ihrer fehlenden Sozialkompetenz, so die Kritikerin, die den Roman als jugendgerecht aufbereitete Mischung aus Scorseses "Shutter Island" und Kazuo Ishiguros Klon-Novelle "Never let me go" liest. Dem ersten Teil von Grevets Trilogie attestiert die Rezensentin definitiv "pädagogischen Mehrwert".
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