Aus dem Isländischen von Tina Flecken. Was zwang die Freunde, sich mitten im harten Winter im isländischen Hochland zu bewegen, in Dunkelheit und Schneestürmen? Und warum verließen sie das kleine Obdach, das sie hatten, kaum bekleidet und den harten Bedingungen vollkommen ausgeliefert? Ein Rettungsteam wird in die abgeschiedene Gegend geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Währenddessen gehen an der einsam gelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge vor sich. Nichts ist so, wie es scheint: Sei es die Blutlache, die im unberührten Schnee fernab der Zivilisation entdeckt wird, oder der kleine Kinderschuh, der Jahrzehnte nach der Vergrabung wiedergefunden wird…
Der neue Krimi von Yra Sigurdardottir reißt Rezensentin Katharina Granzin nicht gerade vom Hocker. Unabhängig von den "Erfolgsreihen" der isländischen Autorin geht es darin um drei BewohnerInnen eines isländischen Dorfs, denen gespenstische Dinge passieren - eine Frauenleiche im eisigen Hochland inklusive. Dass Sigurdardottir sich bestens auf den Aufbau von Spannung verstehe, steht für die Kritikerin beim Lesen außer Frage - nur fühlt sie sich nach eigenem Bekunden leider weder ordentlich "angegruselt", noch lassen sich die unheimlichen Erscheinungen psychologisch als Kopfgeburten der Figuren lesen, meint sie. Auch entwickle sich, was sie am Anfang des Romans noch als intendierte schwelgende "Uneindeutigkeit" angelegt sieht, schnell zu einer wenn nicht "plumpen", so doch zumindest "geradlinigen" Gespenstergeschichte, so Granzin - wie es ausgeht, will sie trotzdem unbedingt wissen.
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