Sveinn hat sich der Kunst verschrieben, lebensgroße Sexpuppen aus Silikon herzustellen. Die Kunsthochschule hat er vor Jahren abgebrochen, nun widmet er seine gesamte Zeit seinen Geschöpfen und dem Ziel, sie möglichst perfekt zu gestalten. Da bleibt eines Tages Loa mit einer Reifenpanne direkt vor seiner Haustür liegen. Er bietet ihr seine Hilfe an und bittet sie herein. Loa ist alleinerziehende Mutter zweier Töchter und hat eigentlich nur einen Gedanken: möglichst schnell wieder nach Hause zu kommen. Vorher höchstens noch ein Gläschen Wein. Völlig erschöpft schläft sie wenig später auf Sveinns Sofa ein. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, stößt sie zufällig auf Sveinns Werkstatt und die Puppen. Seltsam fasziniert, packt sie eine davon in ihr Auto und setzt damit eine Kette unvorhergesehener Ereignisse in Gang.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2012
Kalt gelassen hat Tomasz Kurianowicz die Geschichte um einen Sexpuppen bastelnden Melancholiker und eine hysterische Mutter, die Gudrun E. Minervudottir in ihrem Roman erzählt. Nicht nur bleiben die beiden Hauptfiguren in seinen Augen bis zum Schluss unvereinbar, auch für sich genommen bleibt zumindest einer der beiden Charaktere für Kurianowicz konturlos. Die sich in inneren Monologen ergehende psychologisierende Sprache der Autorin, ihr Zynismus, erklärt der Rezensent, vermag durchaus einzelne gelungene Szenen hervorzubringen. Den Text als Ganzes scheint das jedoch nicht retten zu können.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 06.10.2011
Island verpflichtet, und so stellt uns Ijoma Mangold die Autorin Gudrun Eva Minervudottir in einem kurzen Porträt als sehr eigenwillige und natürlich elfengläubige Persönlichkeit vor. In ihrem Roman erzählt sie, wie Mangold uns informiert, eine typische Pygmaliongeschichte, von einem Außenseiter, der sein Geld verdient mit handgefertigten Sexpuppen verdient. Ein Roman also über Einsamkeit, Enttäuschung und Weltflucht, den Mangold ebenso freundlich wie unverbindlich als "süffig" lobt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…