Was zunächst aussieht wie ein typisch isländischer Mord, sinnlos und schlampig ausgeführt, erweist sich als schwieriger Fall für das Mordkommissariat in Reykjavik. Während schwere Islandstiefs sich über der Insel im Nordatlantik austoben, wird eine weitere Leiche in Mordermoor gefunden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2003
Dieser Kriminalroman spielt nicht einfach nur in Island, nein, es handelt sich, so der Rezensent Aldo Keel, um einen "autochthon isländischen Stoff". Der Mord, der geschieht, hat mit dem weltweit einmaligen Projekt des "Isländischen Genforschungszentrums" zu tun, das die seit Jahrzehnten gesammelten Daten der (vermeintlich jedenfalls) genetisch sehr homogenen isländischen Bevölkerung auswertet. Man erhofft sich davon neue Kenntnisse über Erbkrankheiten und längst ist das Projekt von Wissenschaft in Kommerz umgeschlagen. Lang und breitet erklärt das der Rezensent und verliert dabei den Roman, den er in einem ersten Absatz kurz vorstellt, vollständig aus den Augen. Um "kranke Gene" geht es, um ein "gestohlenes Gehirn", viel mehr erfahren wir nicht. Außer, natürlich, dass es sich um eine "spannende Lektüre" handelt.
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