Yoram Hazony

Nationalismus als Tugend

Cover: Nationalismus als Tugend
Ares Verlag, Graz 2020
ISBN 9783990810255
Gebunden, 272 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Nils Wegner. Globalistische Intellektuelle riefen Ende des 20. Jahrhunderts ein "Ende der Geschichte" aus. Der weltumspannende Markt unter amerikanischem Schutz sollte den logischen Abschluss der Moderne mit ihren blutigen zwischenstaatlichen Konflikten bilden. Doch heute stellt sich drängender denn je die Frage: Ist eine global einheitliche Ordnung machbar und erstrebenswert? Yoram Hazony weist nach, dass nur eine Welt der souveränen Nationen individuelle und gemeinschaftliche Freiheit bietet.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 15.01.2021

Rezensent Alan Posener wird nicht glücklich mit Yoram Hazonys Buch, das ihm den Nationalismus als Tugend verkaufen will. Erfrischend findet er zwar, dass der israelische Philosoph sich keine Euphemismen erlaubt, sondern offen von Nationalismus und Imperialismus spricht, allzu vereinfachend aber geht der Autor für ihn vor, wenn er die "dialektische" Verbindung von Imperium und Nation missachtet und ihren Gegensatz eher theologisch begreift. Richtig fragwürdig wird es für Posener, wenn Hazony meint, der Nationalismus wäre ein probates Gegenmittel gegen die imperialen Ansprüche Hitlers, Stalins und Napoleons sein können. Hazonys Vorstellung von einem Europa der Nationalstaaten hält der Rezensent für ein Märchen und für eine geradezu gefährliche Vision, die es China und Russland erlaubte, Europa weiter zu spalten.

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