Seit 1970 arbeiten die Mitgliedstaaten der EU auch in der Außenpolitik immer enger zusammen. Die Studie beleuchtet, wie nationalstaatliche Interessen und Identitäten, u. a. unterschiedliche politische Kulturen und machtpolitische Faktoren, dazu führen, dass die angestrebte Stärkung dieser Zusammenarbeit von Deutschland, Frankreich und Großbritannien in unterschiedlichem Maße vorangetrieben und unterstützt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2003
In seiner Untersuchung über die außenpolitische Zusammenarbeit Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zeigt Wolfgang Wagner, dass die Verhandlungen über eine gemeinsame europäische Außenpolitik bisher nicht von einer einheitlichen und dauerhaften Konfliktkonstellation geprägt waren, berichtet Stefan Fröhlich. Während die Bundesrepublik seit Anfang der achtziger Jahre beharrlich für eine Vergemeinschaftung der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) eintrat, so Fröhlich, unterlagen die GASP-Politiken Frankreichs und Großbritanniens im gleichen Zeitraum in größerem Maße Veränderungen. So nahm Großbritannien, nachdem es bis Mitte der Achtziger eine aktive GASP-Politik verfolgt hatte, eine restriktivere Haltung ein, bei Frankreich verhielt es sich umgekehrt. Ob, wie Wagner meint, Frankreich in den neunziger Jahren tatsächlich eine "konstruktivistische Politik" verfolgte, erscheint Fröhlich allerdings fraglich. Seines Erachtens war auch Frankreichs Ansatz in dieser Phase - trotz der größeren Aufgeschlossenheit gegenüber dem institutionellen Ausbau der GASP - "intergouvernemental orientiert". Auch im Falle Deutschlands sieht Fröhlich ein nachlassendes Interesse an außenpolitischer Zusammenarbeit - "trotz anderslautender Rhetorik".
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