Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Viel Spott hält Thomas Sören Hoffmann für Wolfgang Lenzens Ethik parat, die vor allem ermessen zu wollen scheint, „was 'moralisch o.k.' ist und was nicht“. Platon und Kant hätten Lenzens Devise „niemandem schaden“ als allzu aussageschwach zurückgewiesen, meint Hoffmann. Lenzen predige einfach die Suche nach dem Glück, dem Rezensenten fehlen jedoch die Grundsätze. Homosexualität, Euthanasie, Selbstmord und abseitige Formen sexueller Betätigung wolle Lenzen einfach zulassen, während man anerkennen müsse, dass er bei der Abtreibung die Schwelle sehr hoch ansetze. Nein, eine Ethik sei das alles nicht.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…