Wolfgang G. Stingl

Jüdisches Leben in Nidda im 19. und 20. Jahrhundert

Untersuchungen zur Lokalgeschichte des oberhessischen Landjudentums
Context-Verlag/Deutscher Hochschulverlag, Obertshausen 2001
ISBN 9783924072322
Paperback, 388 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Mit 67 Abbildungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2002

Im Jahr 1877 wurde im hessischen Nidda feierlich die neue Synagoge eröffnet, und noch fünfzig Jahre später, zum Jubiläum, scheint die Beziehung zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Bürgern der Stadt konfliktfrei und von selbstverständlicher Alltäglichkeit. Am 28. Juli 1939 jedoch meldet der "Niddaer Anzeiger" das Verschwinden der letzten jüdischen Familie des Ortes, "zur Freude der Einwohnerschaft". Der Anlass zur lokalgeschichtlichen Studie ist, wie der Rezensent Jochen Hieber berichtet, ein persönlicher: Wolfgang G. Stingl, seit 1985 als Gefängnispfarrer tätig, ist in Nidda aufgewachsen und dort auf Spuren der jüdischen Geschichte gestoßen. Trotz des persönlichen Engagements aber bleibt, so Hieber, die als Doktorarbeit angenommene Arbeit "sachlich, lakonisch und genau".
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