Werner Zillig

Die Festschrift

Ein Roman
Cover: Die Festschrift
Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2004
ISBN 9783937667003
Gebunden, 214 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Bernhard Selig, Theologe und katholischer Priester, gibt zusammen mit zwei Kollegen die anstehende Festschrift zum sechzigsten Geburtstag seines Lehrers Professor Dr. Fischkirner heraus. Die Arbeit am Jubelbuch wird rasch zur Achterbahnfahrt, aus computertechnischen, aus editorisch-wissenschaftlichen und auch aus ganz allgemein menschlichen Gründen. Und am Ende ist die Festschrift-Erstellung eine Art turbulenter Selbsterfahrungskurs, der den Hauptarbeiter vollkommen erschöpft zurückläßt. Als die Druckvorlage des Buches mit Müh und Not beim Verlag endlich abgegeben ist und Bernhard Selig erschöpft und sehr müde und (natürlich) alleine essen geht, da lernt er eine attraktive, gescheite, schlagfertige Romanistin kennen, die ihn dann, so der so, auf eine schwere Probe stellt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2004

Andreas Rosenfelder nimmt bei seinem Verriss dieses "Campusromans" von Werner Zillig kein Blatt vor den Mund. Schon die Rahmenfiktion, in der sich der Autor lediglich als Herausgeber des Romans ausgibt, dem ihn irgendeine "alte Freundin" zugespielt haben soll, bezeichnet der Rezensent als einen der "ältesten Hüte" der Literatur und er findet zudem, dass Hinweise auf rein zufällige Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen als Indiz für den "Schlüsselcharakter" des Buches "verboten gehören". Die 13 Motti vor den Kapiteln "in fünf verschiedenen Sprachen" entlarvt Rosenfelder dann auch gnadenlos als "pseudobescheidenes" Gebaren Zilligs und meint, dass dies kein geeignetes Mittel sei, ins "Rampenlicht" zu treten. Der Roman beschreibt die mühsame Arbeit des katholischen Theologen Bernhard Selig, eine Festschrift für seinen Doktorvater herauszugeben, der zweite Teil lässt dem Protagonisten "Erlösung" zuteil werden in Gestalt der "bildschönen" Italianistin Manjo Monteverdi, die dem Theologen schließlich seine "Unschuld raubt", fasst der Rezensent zusammen. Als den "Gipfel der "intertextuellen Albernheiten" geißelt Rosenfelder, dass Selig in Monteverdis Bücherregal ausgerechnet ein Buch von Zillig entdeckt und so kommt er zu dem Schluss, dass dieser Roman "nicht allein im theologischen Sinn leicht verfehlt" ist.
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