Werner Sonne

Israel und wir

Geschichte einer besonderen Beziehung
Cover: Israel und wir
C.H. Beck Verlag, München 2024
ISBN 9783406820137
Gebunden, 212 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Seit dem terroristischen Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem anschließenden neuen Gaza-krieg wird in Deutschland intensiv über das Verhältnis zu Israel debattiert. Auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken kam es zu einem unerwartet heftigen Ausbruch von Antisemitismus. Jüdinnen und Juden fühlen sich in Deutschland wieder bedroht. Die deutsche Politik stellte sich klar an die Seite Israels und bekräftigte den Ausspruch Angela Merkels, dass die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson sei. Doch wie weit geht die Solidarität? Sollte sie bedingungslos sein? Und kann sie das sein angesichts einer israelischen Regierung, der rechtsextreme Minister angehören? Deren umstrittene Reform des Verfassungsgerichts viele Israelis als Angriff auf die Demokratie interpretierten und die den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau forciert? Was ist legitime Kritik, und wo beginnt als Israelkritik verbrämter Antisemitismus?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2025

Mit Blick auf aktuelle Ereignisse liest Rezensent Thomas Speckmann Werner Sonnes Buch über die Geschichte deutscher Waffenlieferungen nach Israel. Der ehemalige ARD-Korrespondent Werner Sonne zeichnet diese Geschichte laut Speckmann detailliert nach und konzentriert sich dabei auf sicherheitspolitische Aspekte. Die Rezension besteht hauptsächlich aus einer recht kleinteiligen Nacherzählung einzelner Episoden, die Sonne aufarbeitet, am Anfang steht etwa die Lieferung alten Wehrmachtsgeräts nach Israel im Jahr 1948 - allerdings nicht von Deutschland, sondern von der Tschechoslowakei aus. Diese Lieferungen halfen Israel, Sonne und Speckmann zufolge, eigene Luftstreitkräfte aufzubauen und arabische Armeen in Schach zu halten. Im Weiteren beschäftigt sich der Rezensent länger mit Sonnes Ausführungen zu diversen U-Boot-Lieferungen aus Deutschland nach Israel, darunter Atom-U-Boote, die Israel strategische Vorteile brachten. U-Boote wurden auch deshalb bevorzugt geliefert, weil sie nicht im Inland einsetzbar sind. Speckmann weist in seiner in einem neutralen Tonfall gehaltenen Besprechung allerdings abschließend darauf hin, dass die Boote teils auch im Gaza-Krieg zum Einsatz gekommen sind - über deutsche Waffenlieferungen nach Israel, schließt er nach der Lektüre, wird auch in Zukunft noch viel zu reden sein.

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