2., vollständig überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage. Wer heute den Standort der deutschen Wirtschaft bestimmen will, sollte ihre Geschichte kennen. Werner Abelshauser schildert in diesem Klassiker der Wirtschaftsgeschichte die ökonomische Entwicklung Deutschlands vom Wiederaufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur aktuellen Finanz- und Schuldenkrise. Dabei wird deutlich, wie sehr der wirtschaftliche Erfolg des Landes durch ein spezifisches Produktionsregime geprägt wird, das seit den 1990er Jahren immer mehr in Frage gestellt wurde. Die Abkehr von der "Deutschland AG" und die Öffnung gegenüber dem angloamerikanischen Wirtschaftsmodell bedeuten auch den Verlust spezifischer Wettbewerbsvorteile der deutschen Variante der Marktwirtschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2011
Von der Neuauflage von Werner Abelshausers Deutscher Wirtschaftsgeschichte hätte sich Horst Dohm bei allem grundsätzlichen Respekt gegenüber der Leistung des Autors doch etwas mehr erwartet. Zwar lobt er das Aufgreifen neuer Fragen betreffend das Walten nationalstaatlicher Wirtschaftspolitik durch den Autor. Auch gefällt ihm die Einarbeitung neuer Erkenntnisse in die bereits bestehenden Kapitel besser, als die Erweiterung durch zusätzliche Kapitel. Gerade hierdurch jedoch kommt es laut Dohm zu Überschneidungen beziehungsweise Aufsplitterungen verwandter Themen. Zur Finanzmarktkrise vermag ihm der Autor ferner zu wenige Bezüge zur Wirklichkeit herzustellen und bleibt zu sehr im Abstrakten. Dass Abelshauser im Übrigen weitgehend seinen alten Standpunkten treu bleibt, scheint der Rezensent hingegen gutzuheißen.
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