Gregor Schöllgen

Der Eiskönig

Theo Schöller. Ein deutscher Unternehmer 1917-2004
Cover: Der Eiskönig
C.H. Beck Verlag, München 2008
ISBN 9783406577604
Gebunden, 190 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Alle kennen Schöller. Die Eiscreme gehört zu den bekanntesten Markennamen in Deutschland. Der Namensgeber, Theo Schöller, zählte zu den populärsten Unternehmerpersönlichkeiten im Lande. Kein Wunder, denn der Eiskönig, der in den dreißiger Jahren mit einer Firma für "Kinoreklame" begonnen hatte, war nicht nur ein Macher, er war auch ein begnadeter Vermarkter und Verkäufer. Daß seine Marke auch ohne ihn lebensfähig sein könnte, glaubte er nicht. Also gab Theo Schöller sein Unternehmen noch zu Lebzeiten aus der Hand und brachte sein Vermächtnis in eine Stiftung ein. In der neueren deutschen Unternehmensgeschichte ist das ein ungewöhnliches Kapitel. Gregor Schöllgen hat es aufgeschrieben. Seine Erzählung folgt dem Lebensweg des Unternehmers durch das Zeitalter der Krisen, Kriege und Inflationen, zeichnet das Bild eines ebenso charmanten wie kompromißlosen Geschäftsmannes im geteilten und vereinigten Deutschland - und ist damit zugleich ein Stück Zeitgeschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2008

Judith von Sternburg kann ihre Irritation über diese Biografie des Speiseeisproduzenten Theo Schöller nicht verhehlen. Während sie in dem Buch von Historiker Gregor Schöllgen den Werdegang Schöllers und den Aufstieg seines Unternehmens bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mancherlei Interessantes nicht nur über die Produktion von Speiseeis entnehmen konnte, vermisst sie insbesondere in der Nachkriegsgeschichte dieser Biografie die kritische Distanz, die das Buch von einer Firmenfestschrift unterscheiden würde. So stört sie sich nicht nur an den Artigkeiten, die Schöllgen an die Adresse der Witwe Schöllers richtet. Auch die "simpel konservativen" charakterlichen und gesellschaftlichen Einschätzungen, die der Autor in distanzloser Nähe zu seinem Protagonisten darlegt, machen sie ein bisschen sprachlos.

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