Walter Pilar

Lebenssee: Gerade Regenbögen

Ritter Verlag, Klagenfurt 2002
ISBN 9783854153276
Paperback, 350 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Wie kann heute ein Leben jenseits der Abgenütztheit literarischer Schemata erzählt werden? Walter Pilar hat für die österreichische Literaturgeschichte das Genre der "skurrealen Romanesque" erfunden. Sein Lebenssee präsentiert sich als eine literarische Chronik des Provinziellen, die, vom "autoautopsischen Biografföweak" ausschweifend und auf umfassende Ton-, Bild- und Geruchsmaterialien zurückgreifend, auch zu einer Art fröhlichen Landesgeschichte des Alpenländischen mutiert. Diese "Entwicklungsromanesque" ist ein grandioses Stück-Werk, zusammengesetzt aus einer Vielzahl von Erinnerungstexten sowie Familienfotos, Kinderzeichnungen des Verfassers, Abbildungen aus Lesebüchern und Illustrierten, Bildergeschichten und Reklamezetteln und anderen Fundstücken.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2003

Die Welt sieht anders aus, wenn man sie aus der Provinz anschaut. Jedenfalls gilt das ohne jede Einschränkung, wie der Rezensent (Kürzel czz. meint), für das autobiografische Werk "Lebenssee", das sein Autor, sprachverliebt in Arno Schmidt (wenn wir recht verstehen), ein "autoautopsisches Biografföweak" nennt. Der Rand der Welt, an dem er zuhause ist, liegt in Oberösterreich, beschrieben werden in diesem zweiten Band die "Lehr- und Wanderjahre" des Autors: es geht um Initiationen ins Schriftstellerische, durch die Japanologin Susan Wittek etwa, dazu eine "Reise in die Revolutscherei", nach Berlin im Jahre 1968. Heraus kommen, mit trockenem Humor erzählt, "Materialmäander", denen zu folgen sich, findet der Rezensent, sehr lohnt.
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