Dem Sport war Walter Jens in kritischer Sympathie verbunden. Bei verschiedenen Anlässen wurde er zu Festreden und Vorträgen eingeladen. In diesen Band wurden die wichtigsten aufgenommen, zum Fußball, zum Turnen und zur Leichtathletik. Die Olympischen Spiele fanden immer sein besonderes Interesse. Sein Lieblingsverein war und ist der Eimsbütteler TV, in dem Jens seine ersten sportlichen Erfahrungen machte. Ein bemerkenswerter Briefwechsel mit Willi Daume über das Gedicht von Friedrich Torberg "Auf den Tod eines Fußballspielers" schließt den Band ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2009
Andreas Platthaus sieht in dieser Sammlung von Walter Jens' Reden über den Sport nicht nur eine Hommage an den ehemaligen Rhetorikprofessor, sondern sucht darin auch Selbstbekenntnisse des nun demenzkranken Autors. Platthaus vermisst den großen Redner Jens und freut sich, dass er in dem Buch noch einmal in all seiner Brillanz auftritt. Das Genie von Jens zeige sich zwar vor allem im mündlichen Vortrag, aber da er dies nicht mehr kann, begnügt der Rezensent sich gerne mit den etwas schwierig zu lesenden Reden in Schriftform. Jens untermauerte seine Fußballleidenschaft einmal damit, er könne jeden Goethe-Vers vergessen, die Aufstellung des Sturms des TV Eimsbüttel in den Dreißiger Jahren aber ewig aufsagen. Platthaus findet es gespenstisch, dass das Unvorstellbare, Jens könne irgendwann einmal Goethe-Verse vergessen, nun tatsächlich eingetreten ist, und hofft beklommen, dass er aber die Sturmaufstellung von Eimsbüttel noch parat hat.
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