Aus dem Russischen von Beate Rausch. Moskau. Eröffnet wird die Botschaft eines Landes, das man auf der Weltkarte vergeblich sucht. Der Name des geheimnisvollen Landes: die Akimuden. Die Beziehungen zwischen Moskau und den Akimuden führen zu einer ganzen Kette unglaublicher Ereignisse - komischer und absurder, poetischer und tragischer, mit Liebenden, mit Spionen ... Viktor Jerofejew, Chronist der permanenten Apokalypse in Russland, kehrt auf die Bühne der Weltliteratur zurück. "Die Akimuden", ein Science-Fiction-Historien-Thriller, wagt einen Blick zurück in die Zukunft, dorthin, wo sich Russlands Schicksal entscheidet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2013
Viktor Jerofejews neuer Roman "Die Akimuden" hat bei Katharina Granzin einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Das Geschichte - Russland wird von Zombies heimgesucht, die zunehmend das gesellschaftliche und politische Leben bestimmen - vereint für sie gekonnt dystopische und surrealistische Elemente und punktet immer wieder durch witzige-absurde Dialogen. Auch eine ordentliche Portion Erotik fehlt nach Auskunft der Rezensentin nicht. Allerdings hätte sie sich gewünscht, der Autor hätte seinen ausufernden Wortfluss besser gestaltet, um aus der Vielzahl der Stimmen eine echte Polyphonie zu erschaffen. Denn die schöne "Metapher vom politischen Zombietum" in Russland geht in diesem Strudel zu ihrem Bedauern unter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2013
Um Russland zu reformieren ist der Autor der Rezensentin dann doch zu sehr Sybarit. Für einen begnadeten Roman reicht es aber allemal, wenn Viktor Jerofejew seine Beichte ablegt und das ganze Erotikon auch noch mit Si-Fi-Elementen mixt. Da kommen Außerirdische auf Väterchen Russland nieder und reale Vorväter erstehen vom Tode auf, wie Kerstin Holm berichtet. Holm gehört übrigens zu den ausgesprochenen Fans des Autors, auch wenn sie nicht glaubt, dass dieser Roman des großen Dolmetschers der russischen Seele Jerofejews Landsleute allzu sehr begeistern wird.
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