Aus dem Russischen von Jennie Seitz und Maria Rajer. Russland in der nahen Zukunft. Nach dem Krieg sind ganze Landstriche verseucht, die Flüsse vergiftet. Die einzelnen Städte haben kaum noch Kontakt zur Regierung in Moskau. Schon seit Jahren harrt Jegor im Außenposten in Jaroslawl aus. Sein Stiefvater Polkan, der Kommandant des Postens, macht ihm das Leben schwer, und die schöne Michelle interessiert sich nicht für ihn. Jegor träumt von der Welt jenseits der Eisenbahnbrücke, auf der anderen Seite des Flusses. Doch schon seit Jahrzehnten ist niemand mehr über diese Brücke gekommen. Bis heute …
Jens Uthoff empfiehlt den gerade auf Deutsch erschienenen Roman des Moskauer Autors Dmitry Glukhovsky in der Übersetzung von Jennie Seitz und Maria Rajer. Darin erzählt der Autor laut Uthoff von einem gespaltenen Russland nach dem Bügerkrieg und gibt damit seiner Überzeugung Ausdruck, dass sein Land in seiner Geschichte gefangen ist, im politischen Stillstand. Wie Glukhovsky das Verharren in der Vergangenheit schildert, hat für Uthoff die Zutaten eines ironischen Märchens. Humor ist die Waffe dieses Autors, erklärt der Rezensent, und wartet gespannt darauf, was Glukhovsky wohl in Zukunft ausheckt.
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